Bei der Veranstaltung mit Franziska Brantner im St.-Martin-Gemeindezentrum in Biberach ging es um einen offenen Austausch mit Bürger*innen zu aktuellen politischen Fragen. Das Format war bewusst dialogisch angelegt: keine lange Rede, sondern viele Nachfragen aus dem Publikum und direkte Antworten.
Thematisch standen vor allem zwei Bereiche im Fokus:
Sicherheits- und Außenpolitik
Brantner ordnete die internationale Lage vor dem Hintergrund autoritärer Akteure wie Donald Trump und Wladimir Putin ein. Sie betonte, wie wichtig eine handlungsfähige EU, verlässliche Bündnisse und eine klare Haltung gegenüber autoritären Regimen seien. Gerade angesichts globaler Unsicherheiten brauche es europäische Geschlossenheit und eine aktive Rolle Deutschlands in der Außen- und Sicherheitspolitik.
Erstarken der AfD und Demokratie
Ein weiterer Schwerpunkt war die Sorge vieler Anwesender über den Zulauf zur AfD. Brantner machte deutlich, dass sie das Erstarken der Partei als ernsthafte Gefahr für den demokratischen Zusammenhalt sieht. Sie sprach sich dafür aus, Ursachen wie Verunsicherung, soziale Ungleichheit und Vertrauensverlust offen anzugehen – und zugleich klare Grenzen gegenüber rechtsextremen Positionen zu ziehen. Demokratische Politik müsse Probleme lösen und gleichzeitig Haltung zeigen.
Insgesamt wurde die Veranstaltung als sachlich, offen und nah an den Fragen der Menschen vor Ort wahrgenommen – genau das, was viele an solchen Bürger*innendialogen schätzen