Starke Landwirtschaft bedeutet ein starkes Land
Für eine Landwirtschaft, die ihren Beschäftigten ein Auskommen bietet, das dem Wert ihrer Arbeit entspricht. Unsere Natur schützen wir durch den Erhalt artenreicher Kulturlandschaften und durch die Umsetzung des Biodiversitätsstärkungsgesetzes. Landwirtschaft und Naturschutz denken wir gemeinsam, damit Bienen summen, Streuobstwiesen blühen und auch kommende Generationen eine vielfältige Natur erleben können.
Ökologische Landwirtschaft:
Wir haben 2010 wurden gerade einmal 7 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Baden-Württemberg ökologisch bewirtschaftet, heute sind es über 14 Prozent, mit jährlich steigender Tendenz. Damit liegt Baden-Württemberg bei der ökologischen Landwirtschaft über dem Bundestrend. Jeder achte landwirtschaftliche Betrieb in Baden-Württemberg wirtschaftet nach den Kriterien der EU-Öko-Verordnung, und es werden jährlich mehr.
Mercosur muss kommen:
Wir Grünen BW stehen für das Handelsabkommen Mercosur zwischen den südamerikanischen Staaten und der EU ein. In Zeiten von Trump, Xi und Putin müssen neue Märkte und Handelspartner mit Baden-Württemeberg als weitere Partner neben den USA und China für eine starke Wirtschaft geschaffen werden.
Mit dem Strategiedialog Landwirtschaft haben wir es geschafft, die Diskussionen und Auseinandersetzungen, um die Zukunft der Landwirtschaft in einen konstruktiven Prozess zu bringen. In einem Gesellschaftsvertrag haben sich alle relevanten Akteurinnen und Akteure dazu bekannt, dass jeder seinen Teil zum Gelingen beitragen muss. Die Landesregierung hat ihre Maßnahmen 2024 in einer Roadmap beschlossen und mit knapp 150 Mio. Euro hinterlegt.
Stärkung der biologischen Landwirtschaft:
Unser Gesetz zur Stärkung der biologischen Vielfalt wird aktiv umgesetzt und führt zur weiteren Steigerung im Ökolandbau. Insbesondere im Weinbau sind wir durch die Förderung von Pheromonverfahren einen großen Schritt weitergekommen. Ein Teil der Domänen des Landes wurden inzwischen ebenfalls auf Ökolandbau umgestellt. Die Agrarförderung wurde an Natur- und Klimaschutzanforderungen ausgerichtet.
Seit 2020 gibt es in Baden-Württemberg ein Gesetz zum Schutz der Artenvielfalt. Es soll die Vielfalt von Tieren und Pflanzen erhalten – und auch die bäuerliche Landwirtschaft stärken, die dafür unverzichtbar ist. Gemeinsam mit den Landwirt*innen reduzieren wir den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft um 40 bis 50 Prozent bis zum Jahr 2030. Wir fördern die Anschaffung neuer Technik und bauen die Förderung des freiwilligen Verzichts von Pflanzenschutzmitteln stark aus.
Landwirtschaft und Naturschutz sind für uns Grüne keine Gegensätze, sondern aufeinander angewiesen. Intakte Natur, gesunde Ernährung, eine resiliente Agrarstruktur und ein lebendiger ländlicher Raum gehören für uns zusammen. Mit unserem Feldvogel- und Insektenschutzprogramm ist es gelungen eine Trendumkehr bei Rebhühnern, Kiebitzen, Wildbienen und Schmetterlingen einzuleiten.
Mit der Kantinenrichtlinie haben wir es geschafft, dass in Landeskantinen verbindlich regional-ökologisches Essen angeboten wird. Zudem unterstützen wir vielfältige Maßnahmen und Aktionen zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung, unter anderem zeigt sich dabei eine messbare Verringerung in Modellkantinen.
Baden-Württemberg hat mit der Einführung des neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) 2014 das ökologischste Jagdgesetz in ganz Deutschland, das sich inzwischen bewährt hat. Das Gesetz war ein wichtiger Schritt zur Modernisierung des Jagdrechts und zur stärkeren Berücksichtigung von Umwelt- und Tierschutzbelangen.